09.04.2016 / Ausland / Seite 8

»Es gibt einen Hype um die isländischen Piraten«

Die Bevölkerung des Inselstaats ist mit den etablierten Parteien nicht zufrieden. Davon profitiert »Piratar«. Gespräch mit Stefan Körner

Gitta Düperthal

Aufgrund seiner Verwicklung in den Skandal um die »Panama Papers« ist der isländische Premierminister Sigmundur David Gunnlaugsson von seinem Amt zurückgetreten. Spätestens im Herbst soll es nun zu Neuwahlen kommen. Folgt man derzeitigen Umfragen, hat die dortige Piratenpartei »Piratar« gute Chancen, die Regierung zu bilden. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Momentan sieht es so aus, als würden unsere Kolleginnen und Kollegen in Island bald die stärkste Fraktion stellen. Bleibt das so, wäre mit der Wahl ein Auftrag an die isländische Piratenpartei verbunden, eine Regierung zu bilden. Gegen die jetzige gibt es massive Proteste: Mehr als 20.000 Menschen sind in Islands Hauptstadt Reykjavik auf die Straße gegangen. Das bei einer Gesamtbevölkerung von nur 330.000. Sie forderten ein Misstrauensvotum. Ein Rücktritt des Premiers konnte vielen nicht schnell genug gehen, nachdem dessen Schwarzgeldkonten durch die »Panama Papers« ans Licht gekommen waren. Gunnlaug...

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