Der Sammler von nebenan
Hitler-Büste in der Wohnung, Sprüche über »hochhackige Spanierinnen« an der Theke: Zeugen schildern mutmaßlichen Mörder von Luke Holland
Claudia WangerinRolf Z. war nicht der klassische »einsame Wolf«, der streng abgeschottet lebt oder seine Gesinnung vor Nachbarn und Sozialkontakten gekonnt verbirgt, wie es in Anleitungen für den neonazistischen Untergrundkampf steht. Am Montag sagte vor dem Berliner Landgericht ein Bekannter des mutmaßlichen Mörders von Luke Holland aus. Nach eigenen Angaben zählte der Mann nicht zu den engsten Freunden von Z., bekam aber dennoch die »Militaria« in dessen Wohnung zu sehen. Der Richter musste ihm aus der Nase ziehen, dass damit unter anderem eine Hitler-Büste gemeint war. Den Zeugen hatte das nicht gestört oder zu Nachfragen veranlasst. Mit Anfang 60 war er etwa im gleichen Alter wie Z. und pflegte angeblich vor allem aus praktischen Gründen Kontakt zu dem Angeklagten, weil dieser »vom Bau« kam und ihm zur Hand gehen konnte, als er mit seiner Frau ein Grundstück erworben hatte. Allerdings hätten sie auch Silvester und ein paar Geburtstage zusammen gefeiert. Von den »Mili...
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