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04.04.2016 / Ausland / Seite 6

Anschlag auf Trauernde

In der Ukraine ist faschistische Gewalt Teil des Alltags

Reinhard Lauterbach

Während sich in Kiew die Politiker um Posten und Pfründe balgen, grassiert im Lande faschistische Gewalt. Der jüngste Fall geschah nach Angaben lokaler Medien am Samstag in Odessa. Dort hatten sich Hinterbliebene und Freunde der Opfer des Massakers vom 2. Mai 2014 vor dem Gewerkschaftshaus getroffen und Blumen und Kerzen aufgestellt. Uniformierte ukrainische Nationalisten griffen die Gruppe an, entfernten unter den Augen der Polizei die Blumen und Kerzen und warfen sie am Rande des Platzes auf einen Haufen. Als später Trauernde zurückkamen und die Blumen und Kerzen wieder vor dem improvisierten Kreuz auf dem Platz aufstellten, stellte sich heraus, dass eine der Grabkerzen mit einer Sprengladung präpariert worden war. Bei der Explosion verlor ein Mann einen Finger. Die Fahndung nach dem Täter verlief ergebnislos.

Der Vorfall in Odessa ist der jüngste in einer Kette von Übergriffen der Rechten. So überfielen in der vergangenen Woche in der Hafenstadt Mikolaj...

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