29.03.2016 / Ausland / Seite 6

Söldner neuen Typs

Es soll kubanisch aussehen, doch die Instruktionen kommen aus Washington: Wie die USA Regime-Change planen

Volker Hermsdorf

Nur drei Tage nach seiner Rede im Großen Theater von Havanna stand Barack Obama in Kuba als Lügner da. Am Freitag veröffentlichte das Außenministerium in Washington Details über ein neues Programm zum »Regime-Change« auf der Insel. Der kubanische Journalist Iroel Sánchez erinnerte am gleichen Tag an die Aussage des US-Präsidenten, dass die »USA weder die Möglichkeiten noch die Absicht« hätten, »Veränderungen in Kuba zu erzwingen«, und stellte Obama in seinem Blog »La pupila insomne« mit Pinocchio-Nase dar.

Für das jüngste Projekt zur Destabilisierung der Regierung in Havanna stellt Washington insgesamt 753.989 Dollar (knapp 675.000 Euro) bereit. Erst Ende vergangenen Jahres war das Budget für die Förderung eines Systemwechsels in Kuba im US-Haushalt von 20 auf 30 Millionen Dollar (26,9 Millionen Euro) erhöht worden. Der US-amerikanische Journalist Tracey Eaton veröffentlichte in seinem Blog »Along the Malecón« alle Einzelheiten über das am Freitag bekanntg...

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