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22.03.2002 / Ausland / Seite 0

Neue Waffen aus den USA gegen alte Feinde

Auf der koreanischen Halbinsel wächst Skepsis über normalisierte Nord-Süd-Beziehungen

Rainer Werning

Lim Dong Won, einst Minister für Vereinigungsfragen und einer der Hauptarchitekten der »Sonnenschein-Politik« des südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung gegenüber Nordkorea, gibt sich zunehmend skeptisch. Anfang der Woche hatte er einen seiner seltenen öffentlichen Auftritte. Vor Absolventen der Fakultäten für Politik und Diplomatie der renommierten Seoul National University warnte er vor einer Krisensituation wie im Jahre 1994, als die koreanische Halbinsel am Rande einer bewaffneten Konfrontation stand. Auslöser war damals die Befürchtung der US-amerikanischen Regierung unter William Clinton, Pjöngjang verfüge über waffenfähiges Plutonium und bedrohe akut die Sicherheit des Südens.

»Wir stehen möglicherweise erneut vor dem Beginn einer Krise wie der im Jahre 1994«, sagte Lim. Im nächsten Jahr zeige sich, ob das innerkoreanische Verhältnis dauerhaft entspannt oder nachhaltig gestört wird. Dann nämlich laufe Pjöngjangs selbst auferlegtes Moratorium f...

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