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22.03.2016 / Inland / Seite 2

»Es ist möglich, Meinungsführer zu werden«

In Oldenburg ruft ein breites Bündnis zum Ostermarsch auf. SPD und kirchliche Gruppen dabei. Ein Gespräch mit Lühr Henken

Gitta Düperthal

Im niedersächsischen Oldenburg wird der Ostermarsch sehr breit unterstützt, unter anderem von einem SPD-Landtagsabgeordneten und dem Ökumenischen Zentrum. Die Kirchen stehen wegen der Militärseelsorge und der Rechtfertigung von Kriegseinsätzen in der Kritik, die SPD wegen ihrer Zustimmung zu Bundeswehreinsätzen. Wie sehen Sie das?

Ich begrüße es, wenn Sozialdemokraten, Katholiken oder evangelische Christen mit zum Ostermarsch aufrufen. Beim Friedensengagement geht es darum, möglichst viele Menschen auf die Straße zu bringen. Manche Kirchenkreise sind traditionell gegen Waffenexporte aktiv. Wir wünschen uns, dass die der Friedensbewegung Wohlgesinnten zahlreich mit uns gemeinsam demonstrieren.

Ist also aus Ihrer Sicht zu hoffen, dass Aktive im jeweils eigenen Spektrum für den Frieden werben und muss auf dem Marsch dann zum Beispiel die Kritik an der Politik der Kirchen hintangestellt werden?

Wir haben immer beanstandet, dass die Kirchen es für adäquat halten,...

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