17.03.2016 / Inland / Seite 5

30 Jahre Konzernkritik

In einer Jubiläumspressekonferenz zog der Dachverband der »Kritischen Aktionäre« am Dienstag in Bonn eine positive Bilanz seiner Arbeit

Mona Grosche

Aktionäre sind nicht gerade diejenigen, die einem als poten­tielle Aktivisten für Menschenrechte, Frieden und Umweltschutz einfallen. Bei Hauptversammlungen von börsennotierten Konzernen ging es denn auch früher allein um die Höhe der Gewinnausschüttung. Doch seit nunmehr 30 Jahren ist der »Dachverband der Kritischen Aktionäre« genau dort politisch aktiv und prangert an, was die Unternehmen gerne als »Nebenwirkungen bei der Gewinnerzielung« abtun würden, wie Axel Köhler-Schnura von der »Coordination gegen BAYER-Gefahren« (CBG) betont.

Damit diese vermeintlichen Nebenwirkungen nicht unbemerkt bleiben, sind die Kritischen Aktionäre als Gegengewicht zu Topmanagern, Aufsichtsräten und Investoren tätig, wie Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands, erklärt: »Das klingt vielleicht etwas klassenkämpferisch, aber so ist es auch gemeint.« Schließlich geht es ihnen darum, denen eine Stimme zu geben, die sonst bei den Unternehmen kein Gehör finden. Dazu treten...

Artikel-Länge: 4377 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe