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15.03.2016 / Inland / Seite 5

Gestresste Azubis

Schlechte Ausbildungsqualität in Pflegeberufen vor allem wegen Arbeitsdruck. Ver.di fordert Abhilfe durch personelle Mindeststandards per Gesetz

Daniel Behruzi

In Krankenhäusern und Altenheimen ist das Gejammer über den Mangel an Fachkräften allgegenwärtig. Doch wer dachte, dass die Träger dem mit guten Ausbildungsbedingungen begegnen, sieht sich getäuscht. Im Gegenteil: Der am Montag von der Gewerkschaft ver.di vorgelegte »Ausbildungsreport Pflegeberufe 2015« dokumentiert die teilweise miserablen Verhältnisse, mit denen Pflege-Azubis zurechtkommen müssen.

Laut der Befragung, an der sich bundesweit fast 3.500 Auszubildende in Pflegeberufen beteiligt haben, sind diese mit den Bedingungen weitaus unzufriedener als Azubis in anderen Branchen. Während über 70 Prozent derjenigen, der eine Lehre nach Berufsbildungsgesetz absolvieren, zufrieden oder sehr zufrieden sind, sind es in der Pflegeausbildung weniger als 60 Prozent. Und das mit guten Gründen. Da ist zum Beispiel das »Stationen-Hopping«: Fast jeder dritte Krankenpflegeschüler wird immer wieder kurzfristig in einen anderen Bereich versetzt, weil dort ausgeholfen ...

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