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15.03.2016 / Inland / Seite 4

Schweigsamer Waffenfan

Prozessauftakt im Mordfall Luke Holland in Berlin: Angeklagter redet nicht, Nebenkläger und ihre Unterstützer sehen Parallelen zur Tötung von Burak Bektas

Claudia Wangerin

In Berlin hat am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des 31jährigen Luke Holland begonnen. Der britische Anwalt war am frühen Morgen des 20. September 2015 vor einem Klub in der Ringbahnstraße im Bezirk Neukölln mit einem Schrotgewehr erschossen worden. Ein solches und entsprechende Munition hatten die Ermittler nach Hinweisen aus der Bevölkerung in der Wohnung des 63jährigen Rolf Z. unweit vom Tatort gefunden. Der Angeklagte schweigt vor Gericht. Stunden vor dem Mord soll der Waffenfan in den Räumen der Bar »Del Rex«, seiner früheren Stammkneipe, darüber geschimpft haben, dass dort kaum noch deutsch gesprochen werde. Luke Holland lebte noch nicht lange in Berlin und sprach englisch.

Die Staatsanwaltschaft wirft Rolf Z. aktuell diesen Mord und Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Die Nebenklagevertreter der Eltern des Opfers haben allerdings den Verdacht, dass der Angeklagte bereits im April 2012 einen Menschen getötet haben könnte: den 22...

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