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10.03.2016 / Feuilleton / Seite 10

Er erfand nicht nur den Sirtaki

Gerhard Folkerts untersucht die musikalische Poetik des Komponisten Mikis Theodorakis

Frank Böhme

Der Komponist Mikis Theodorakis feierte im Juli des vergangenen Jahres seinen 90. Geburtstag. Wie kaum ein anderer zeitgenössischer Künstler steht sein Name für eine bemerkenswerte Korrespondenz von künstlerischem Schaffen und gesellschaftspolitischem Engagement. Umso erstaunlicher ist es, dass die wissenschaftliche Aufarbeitung seines umfangreichen Werkes bisher ausblieb. Gerhard Folkerts beginnt diese Lücke zu füllen.

Auf der griechischen Insel Chios 1925 geboren, entwickelte sich Theodorakis zu einer der charismatisch-universalen Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Ob als Komponist, Sänger, Dirigent, Schriftsteller oder als streitbarer, bisweilen umstrittener, Politiker genießt er in seinem Land ein hohes Renommee.

Von seinen Landsleuten wird er für seine Liedkunst verehrt. Dem Freiheitswunsch der Griechen hat er eine musikalische Form gegeben. Viele seiner zeitlosen Lieder haben mittlerweile den Status von Volksmusik. Sie sind leicht melancholi...

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