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05.03.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Sieg der »Geier«

Milliarden Dollar für die Hedgefonds: Schuldenstreit zwischen Argentinien und US-Spekulanten vor dem Ende. Regierung verkündet eine erste Rückzahlung. Von

Robert Ojurovic

Nach fünfzehn Jahren Kampf und zahlreichen Gerichtsverhandlungen wurde zu Wochenbeginn eine Grundsatzeinigung zwischen Argentinien und verschiedenen US-Hedgefonds verkündet. Die Regierung unter dem neuen Präsidenten Mauricio Macri erklärte sich bereit, 4,65 Milliarden US-Dollar (4,25 Milliarden Euro) an vier der hartnäckigsten »Geierfonds«, wie die frühere Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner sie nannte, auszuzahlen.

Für die vermeintlichen Gläubiger ist das ein Profitsegen. Die Summe entspricht 75 Prozent der Forderung, die ursprünglich von den Spekulanten Davidson Kempner, Aurelius Capital Management, Bracebridge Capital und Elliott Management Corporation um den US-Milliardär Paul Singer eingefordert wurde. Das Geschäftsmodell war zwar legal, macht indes den Charakter des finanzmarktdominierten Kapitalismus deutlich: Denn nach der Staatspleite Argentiniens im Jahr 2001 hatten diese und andere Finanzgeier quasi wertlose argentinische Schuldtitel aus ...

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