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04.03.2016 / Inland / Seite 5

Arbeitermacht bei VW

Konzern lässt sich von Betriebsrat »Anerkennungsprämie« abringen. Das freut die Haustarifbeschäftigten und lässt den »Rest« nachdenklich zurück

jW-Bericht

Volkswagen ist immer für eine Überraschung gut. Anfang 2015 feierten sich die Wolfsburger und deren Besitzer als Weltmarktführer im Automobilbau. Toyota und General Motors waren überholt. Eine goldene Zukunft schien bevorzustehen, zumal der bis dahin unbeschränkt herrschende Unternehmenspatriarch und Anteilseigner Ferdinand Piëch vom Hof gejagt wurde. Ein halbes Jahr später flogen die Manipulationen der Abgaswerte bei vom Konzern vertriebenen Pkw auf. Das Ausmaß und die Tatsache, dass ein Großteil der Fahrzeuge in den USA verkauft worden war, ließ alle Euphorie vergessen. VW drohten zusätzliche Milliardenkosten, horrende Verluste und eine Käuferflucht. Dennoch, am Donnerstag verkündeten Konzernchef Matthias Müller und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh in der Belegschaftszeitschrift Mitbestimmen Sensationelles: Das Unternehmen werde auch für das abgelaufene (Skandal-)Jahr einen Bonus an die Beschäftigten Zahlen – »Anerkennungsprämie« genannt...

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