01.03.2016 / Sport / Seite 16

In ihrer eigenen Übersetzung

Rocken, rollen, schreiben: Die Autobiographie der Ausnahmeathletin Kirsten Bruhn

Klaus Weise

Ich bin bestimmt kein Girl aus der Zeit des Rock ’n’ Roll«, schreibt Kirsten Bruhn in ihrer gerade erschienenen Autobiographie. »Aber ein Titel ist mir immer im Gedächtnis geblieben: ›Too old to Rock ’n’ Roll: too young to die‹ von der britischen Rockband Jethro Tull. In meiner eigenen Übersetzung heißt das: ›Du bist so alt, wie du dich fühlst.‹« Die wunderbare Passage steht auf Seite 74, gleich zu Beginn des Kapitels »Drei Paralympics, viele Medaillen«.

Kirsten Bruhn, 46 Jahre jung, ist eine rundum tolle Frau: attraktiv, offen und herzlich, dabei ansteckend kommunikativ. Sie ist so gar nicht auf die Rolle »Vom Schicksal gebeutelt« festgelegt, die die Gesellschaft Querschnittsgelähmten nur allzu gern zuweist. Wie diese große Frau Mitte der 90er bei einer Sportlerehrung in Berlin in tief ausgeschnittenem Schwarz mit einem imposanten Hut an Krücken die Bühne betrat, hat sich mir tief eingeprägt. Hier präsentierte sich eine selbstbewusste Frau, die den Stolz ...

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