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25.02.2016 / Ausland / Seite 7

Noch vier Jahre

Bolivien: Präsident Evo Morales darf nicht noch einmal antreten. Der Prozess des politischen Wandels geht trotzdem weiter

Lena Kreymann

Jetzt ist es amtlich: Der bolivianische Präsident Evo Morales und sein Stellvertreter Álvaro García Linera werden 2019 nicht zu einer weiteren Amtszeit antreten können. Wie das oberste Wahlgericht am späten Dienstag abend (Ortszeit) erklärte, siegte in der Volksabstimmung am Sonntag das »Nein« mit 51,3 Prozent der Stimmen. Eine Verfassungsänderung, um dem Staatschef und seinem Stellvertreter eine dritte Kandidatur in Folge zu ermöglichen, ist damit abgelehnt. Lediglich 48,7 Prozent der Wähler stimmten dafür.

Der Ausgang fiel damit knapper aus als ursprünglich erwartet. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos hatte am Wahltag 52,3 Prozent »Nein«-Stimmen vorausgesagt. Nachdem das erste Drittel der Stimmen ausgezählt war, hatte die Opposition Berichten von Montag morgen zufolge gar mit über 60 Prozent vorne gelegen. Der deutliche Unterschied zum Endergebnis erklärt sich unter anderem damit, dass zu Beginn vor allem die Stimmen der Bolivianer im Ausland und aus d...

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