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24.02.2016 / Thema / Seite 12

Nach Osten und wieder zurück

Die ehemals sozialistischen Länder waren für ­deutsche Medienkonzerne lange eine Goldgrube. Die Euphorie ist ­verflogen

Gert Hautsch

»Für die WAZ ist kein Platz in Serbien«, verkündete der damalige Wirtschaftsminister des Landes, Mladjan Dinkić, im September 2010 in der Zeitung Večernje Novosti. Der Staat müsse dem Konzern verbieten, in Serbien zu investieren. Das Blatt gehörte zur Hälfte der Essener WAZ-Gruppe (bis 1997 Zeitungsgruppe WAZ, seit 2013 Funke-Gruppe). Diese hatte versucht, die Zeitung komplett zu übernehmen, war aber gescheitert. Der Konzern hatte daraufhin erklärt, dass er sein Engagement in Serbien beenden und sämtliche Beteiligungen verkaufen wolle. Zu diesem Zeitpunkt gehörten dort auch die führende Tageszeitung Politika und 55 Prozent des Regionalblatts Dnevnik aus Novi Sad zu seinem Portfolio. Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, entgegnete auf den Rauswurf: »Den Wunsch des Ministers (…) wollen wir gerne erfüllen. Das ginge aber noch viel schneller, wenn Herr Dinkić den serbischen Oligarchen auffordern würde, uns unser Geld (…) zurückzugeben.« Der Ol...

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