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24.02.2016 / Feuilleton / Seite 10

Die Passion des Kleinbürgers

Das sowjetische Skandalstück »Der Selbstmörder« kehrt auf die Bühne zurück

Anja Röhl

Das Stück »Der Selbstmörder«, geschrieben im Jahr 1928, hat dem sowjetischen Dramatiker Nikolai Robertowitsch Erdman Verbannung, Ächtung und Ausgrenzung eingebracht. Erst vier Jahrzehnte nach der Fertigstellung fand die Premiere statt – 1969 in Göteborg. In der UdSSR kam es erst 1981, elf Jahre nach Erdmans Tod zur Aufführung. Nun bringt Jean Bellorini das Stück im Berliner Ensemble erneut auf die Bühne. Auch nach mehr als 80 Jahren hat es nichts von seiner Sprengkraft verloren.

Zu Beginn ein Ehestreit: Semjon Semjonowitsch Podsekalnikow (gespielt von Georgios Tsivanoglou) liegt im Bett und verlangt nach Leberwurst. Erst nach langem Rufen erhebt sich schließlich seine Frau Maria (Hanna Jürgens), die hinter ihm liegt. Aus der Lust auf Wurst wird eine Grundsatzdiskussion über seine Arbeitslosigkeit. Die Demütigung, vom schmalen Verdienst seiner Frau mit durchgefüttert zu werden, verleitet ihn zu einer wütenden Frage: Ob er wohl lieber krepieren sollte? Sie s...

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