17.02.2016 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Visegrád-Gruppe

Reinhard Lauterbach

Die Visegrád-Gruppe entstand im Februar 1991 inmitten der Zerfallskrise des Warschauer Vertrags. Noch existierte die Sowjetunion, auch wenn sie nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Beteiligt waren damals drei ehemalige Mitgliedstaaten des östlichen Militärbündnisses: Polen, die damalige Tschechoslowakei und Ungarn. Infolge der Aufteilung der Tschechoslowakei sind inzwischen sowohl Tschechien als auch die Slowakei Mitglieder. Aus dem Treffen an dem im Norden Ungarns gelegenen historischen Ort – dort hatten sich im 14. Jahrhundert zweimal die Könige Polens, Böhmens und Ungarns zu Verhandlungen getroffen – ging ein regionales Bündnis mit dem Ziel hervor, den in den Mitgliedsstaaten bereits vollzogenen Systemwechsel zum Kapitalismus gegen befürchtete Bedrohungen seitens der Sowjetunion abzusichern. Streitigkeiten, die sich aus der Teilung der Tschechoslowakei ergaben, lähmten die Aktivität der Gruppe über den Großteil der neunziger Jahre; der Programmpunk...

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