16.02.2016 / Inland / Seite 4

Über Leichen

Am Rande der »Sicherheitskonferenz« in München: Journalistengewerkschaft dju ­verurteilt Türkei-Politik der Bundesregierung

Claudia Wangerin, München

Mit einer Schweigeminute für getötete Kollegen und die zivilen Opfer von Kriegsverbrechen hat am Freitag abend im Münchner Gewerkschaftshaus eine Veranstaltung der Deutschen Journalistenunion (dju) in ver.di über die Lage in der Türkei begonnen. Von dort angereist war die Menschenrechtsanwältin und Oppositionspolitikerin Bedia Özgökçe Ertan, die der Münchner dju-Vorstandssprecher Michael Backmund begrüßte. Als Übersetzer fungierte der Musiker und Stadtrat Cetin Oraner (Die Linke), der nach dem Militärputsch von 1980 in der Türkei als Kind politischer Flüchtlinge nach Deutschland gekommen war. Alle drei nahmen am Sonnabend an den Protesten gegen die 52. »Münchner Sicherheitskonferenz« teil.

»In jedem Krieg gilt internationales Recht, es gibt Spielregeln – und die werden nach unseren Informationen seit Monaten systematisch gebrochen«, sagte Backmund mit Blick auf den NATO-Staat Türkei. Mit der Abschaffung der Pressefreiheit sollten Berichte über Verbrechen g...

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