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06.02.2016 / Ausland / Seite 8

»Diese Spekulation ist ein Geschäft mit dem Tod«

Schweizer Banken wetten auf die Preise von Nahrungsmitteln. Die Jusos wollen das verbieten. Ein Gespräch mit Fabian Molina

Johannes Supe

Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.« Der Satz stammt von Ihrem Landsmann, dem Schweizer Soziologen Jean Ziegler. Ihre Partei hat das Thema »Hunger« auf die Tagesordnung gesetzt. Am 28. Februar wird über Ihre Initiative gegen Nahrungsmittelspekulation abgestimmt. Worum genau geht es da?

Spekulation mit Agrarstoffen, wie sie Banken, Hedgefonds und Vermögensverwalter betreiben, soll in der Schweiz verboten werden. Bisher ist es möglich, auf die Preise von Grundnahrungsmitteln zu wetten. Da werden die Preise zum Hüpfen und Springen gebracht. Für die Banken ist das durchaus ein lukratives Geschäft. Doch für Millionen, die heute schon in Armut leben, sind teurere Nahrungsmittel eine Katastrophe. Auch Kleinbauern in den Ländern des Südens trifft es, wenn die Preise schwanken. Sie werden in die Armut getrieben. Diese Spekulation ist ein Geschäft mit dem Tod. Und das wollen wir unterbinden.

Ist das nicht etwas überzogen? So groß kann die Bedeutung der kle...

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