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06.02.2016 / Ausland / Seite 6

Pfaffen statt Mütter

Polens Regierung setzt finanzpolitische Prioritäten. Millionen für Medienpater, Hohn für alleinerziehende Frauen

Reinhard Lauterbach, Nekielka

Die polnische Regierung macht mit ersten finanzpolitischen Entscheidungen deutlich, wohin die Reise unter ihr gehen soll. Während das von der alleinregierenden PiS im Wahlkampf angekündigte Kindergeld im Tagesrhythmus zerredet wird, zeigt sich die Regierung großzügig gegenüber einem medialen Bündnispartner. Pater Tadeusz Rydzyk, Chef des ultrakonservativen Radio Maryja und des angeschlossenen Fernsehsenders TV Trwam (Ich bleibe treu), darf sich über einen warmen Geldregen freuen.

Wie die Tageszeitung Rzeczpospolita am Donnerstag meldete, kam die Entscheidung von PiS-Chef Jarosław Kaczyński persönlich: 20 Millionen Złoty (umgerechnet 4,5 Millionen Euro) sollten als staatliche Subvention an die von Rydzyk nebenher betriebene Hochschule für Kommunikation und Medien in Torun gezahlt werden. Die klerikale Kaderschmiede läuft nicht gut. Kaczyński habe sich für die Unterstützung durch Rydzyks Medien während des Wahlkampfes revanchieren wollen, berichtete die Zeit...

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