06.02.2016 / Inland / Seite 4

Geheime Fallanalyse

Mordfall Burak Bektas: »Profiler« sollen schon 2012 Möglichkeit eines rassistischen Motivs erwähnt haben. Der Staatsanwalt leugnete das. Waren V-Leute im Spiel?

Claudia Wangerin

Zum Mordfall Burak Bektas soll es seit mehr als drei Jahren eine »operative Fallanalyse« geben, die bisher von den Ermittlungsbehörden geheimgehalten wurde. Sie sei wenige Monate nach den Schüssen auf Bektas und zwei seiner Freunde im April 2012 in Berlin-Neukölln erstellt worden und ende mit dem Hinweis, dass ein rassistisches Motiv möglich sei, sagte Ulrike Schmidt von der »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.« am Freitag vor Journalisten in Berlin. Der zuständige Berliner Staatsanwalt Dieter Horstmann soll wahrheitswidrig gegenüber den Anwälten der Familie Bektas behauptet haben, eine solche Analyse gebe es nicht, weil der Fall sich nicht dafür eigne.

Die Initiative forderte deshalb am Freitag mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Die Linke) und der Berliner Grünen-Politikerin Canan Bayram Konsequenzen: Staatsanwalt Horstmann sei nicht mehr tragbar. Zumindest müsse ihm der Fall entzogen werden. »Entweder kennt er d...

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