Gegründet 1947 Freitag, 19. Juli 2019, Nr. 165
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
03.02.2016 / Inland / Seite 4

Herziger Befangenheitsantrag

NSU-Prozess: Beate Zschäpe findet Richter Götzl nicht einfühlsam. Weiterhin will sie drei Anwälte loswerden. Militärgeheimdienst könnte bald Thema sein

Claudia Wangerin

Die mutmaßliche Neonaziterroristin Beate Zschäpe hat hochemotionale Vorwürfe gegen den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl erhoben. Götzl könne nicht wissen, »wie es im Kopf oder im Herzen einer Angeklagten ausschaut«, heißt es in einer Erklärung Zschäpes, die ihr Wahlverteidiger Hermann Borchert nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München verlas. Zschäpe hatte am Wochenende einen Befangenheitsantrag gegen Götzl gestellt. Seit Mai 2013 vermeidet sie jeden direkten Wortwechsel mit Richtern, Bundesanwälten und Nebenklagevertretern im Prozess um die Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU). Erst im Dezember 2015 ließ sie eine Aussage zum Vorwurf der Mittäterschaft bei zehn Morden, zwei Sprengstoffanschlägen und mehreren Raubüberfällen verlesen, in der sie sich aus der Verantwortung zog und sich als in jeder Hinsicht abhängige Frau darstellte, die nur aus Liebe und Freundschaft zu den Neonazis Uwe Mund...

Artikel-Länge: 3629 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €