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02.02.2016 / Inland / Seite 2

Verdächtiges Telefonat

Exvorgesetzter belastet Geheimdienstler Temme in Hessens NSU-Ausschuss

Claudia Wangerin

Der NSU-Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags hat am Montag den Verfassungsschützer Hans-Joachim Muth zur Geheimschutzpraxis nach dem Mord am Internetcafé-Besitzer Halit Yozgat 2006 in Kassel befragt. Der frühere Abteilungsleiter war ein Vorgesetzter des V-Mann-Führer Andreas Temme, der zur ermittelten Tatzeit am Tatort gewesen war. Muth verteidigte die damalige Entscheidung, Temmes »Quellen« gegenüber der Polizei nicht zu nennen. Allerdings räumte er andere Defizite ein: Bei Temme, dessen krude Darstellungen zu seiner Anwesenheit beim NSU-Mord in Kassel den Ausschuss immer wieder beschäftigen, seien die zwingenden dienstrechtlichen Konsequenzen nicht gezogen worden. »Die Aussagen des Zeugen Muth waren an Deutlichkeit kaum zu überbieten«, sagte der Vertreter der Linksfraktion in dem Ausschuss, Hermann Sc...

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