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30.01.2016 / Inland / Seite 2

»Ein geeignetes Manövergebiet für die Bundeswehr«

Das militärische Engagement in Mali ist keine Freundschaftsgeste mit Blick auf Frankreich – die BRD handelt im eigenen Interesse. Gespräch mit Lühr Henken

Gitta Düperthal

Der Bundestag hat am Donnerstag beschlossen, dass die Bundeswehr für die UN-»Mission« »Minusma« mit bis zu 650 Soldaten nach Mali in den Krieg ziehen kann. Der Bundesausschuss Friedensratschlag befürchtet, dass der Einsatz als Übungsfeld für weltweite Einsätze missbraucht wird. Weshalb gehen Sie davon aus?

Die Bundeswehr hat sich dort selbst ins Spiel gebracht. Sie löst zwar die Niederlande in Mali ab, verstärkt aber zugleich deren bisheriges Engagement. Beispielsweise geht es darum, mit Panzerspähwagen oder Drohnen die Wüste zu überwachen, um so Angriffsziele für die Franzosen zu ermitteln. Wir kritisieren die über viele Medien kolportierte Behauptung, die Bundesregierung habe den Mali-Einsatz aus Solidarität zu Frankreich nach den Anschlägen von Paris geplant: Er war aber bereits einen Monat davor beschlossen.

Die Bundesregierung handelt im eigenen Interesse. Als nächstes steht auf der Tagesordnung, Soldaten nach Libyen zu schicken, um dort »Ausbildung« z...

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