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28.01.2016 / Medien / Seite 15

Zensur und Selbstzensur

Eine Diskussion unter freien Mitarbeitern des WDR lässt vermuten: Es gibt sehr wohl politische Einflussnahme auf das Programm

Marvin Oppong

Die WDR-Autorin Claudia Zimmermann behauptete kürzlich im niederländischen Radio, dass ihr Sender beauftragt sei, die Regierungssicht zu verbreiten. Kurz darauf erklärte sie in einer Pressemitteilung des Senders, sie habe »Unsinn geredet« und »totalen Quatsch verzapft«.

Vergangene Woche veröffentlichten für den WDR als sogenannte Freie tätige Journalisten einen offenen Brief. Darin wehren sie sich gegen Unterstellungen, es gebe bei dem öffentlich-rechtlichen Sender Anweisungen, in eine bestimmte Richtung zu berichten. Die WDR-Freien distanzieren sich »ausdrücklich von der aktuell öffentlich diskutierten Behauptung, es gäbe im WDR Vorgaben oder Anweisungen für eine politisch ausgerichtete Berichterstattung«. Sie beklagen zudem, es gebe »immer weniger Geld für guten, unabhängigen und investigativen Journalismus«.

Wer den offenen Brief liest, mag sich getrost zurücklehnen. Doch vorausgegangen war diesem eine hitzige Diskussion in der Mailingliste der WDR-Freie...

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