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25.01.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Renzi und der heiße Brei

Die EU-Bankenkrise ist zurück. Italienische Geldinstitute sitzen auf einem Berg fauler Kredite, es droht ein deutsches Spardiktat

Stephan Müller

IWF-Chefin Christine Lagarde warnte in ihrer Prognose für 2016 (Handelsblatt vom 1.1.2016): In den Banken der Euro-Zone liegen faule Kredite im Umfang von 900 Milliarden Euro. Sie seien »eines der großen ungelösten Probleme, die die Finanzkrise hinterlassen hat.« Solche Ausleihen – die wahrscheinlich »uneinbringlich« sind, müssten die Geldhäuser abschreiben. Wenn sie mehr faule Kredite als Eigenkapital haben, sind sie eigentlich pleite. »Eigentlich«, weil bei »Systemrelevanz« der Staat ihnen erlaubt, weiter auf bessere Zeiten zu hoffen, in denen Schuldner vielleicht wieder zahlungsfähig werden.

200 Milliarden Euro

Von den besagten 900 Milliarden Euro, über die sich nicht nur der Internationale Währungsfonds Sorgen macht, betreffen mehr als 200 Milliarden italienische Banken. Dabei geht es um 84 Milliarden bei Italiens Nummer eins, Unicredit (Standard, 3. Januar 2016), die damit mehr faule Kredite abschreiben muss als jede andere Bank in der EU.

Der Finanzkon...

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