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23.01.2016 / Geschichte / Seite 15

Kompromiss und Zugeständnis

Vor 90 Jahren fand der III. Parteitag der Italienischen Kommunistischen Partei statt. Dort wurden die Bündniskonzeptionen Gramscis beschlossen

Gerhard Feldbauer

Im Kampf der italienischen Kommunisten gegen den Faschismus leitete der III. Parteitag der Italienischen Kommunistischen Partei (IKP) die Wende ein. Mit dem »Marsch auf Rom« war im Oktober 1922 der Diktator Benito Mussolini an die Macht gekommen. Die IKP hatte also bereits unter den Bedingungen der faschistischen Herrschaft gearbeitet, als sie von 20. bis 26. Januar 1926 illegal im französischen Lyon tagte. 90,8 Prozent der Delegierten verabschiedeten die von Antonio Gramsci ausgearbeiteten »Thesen von Lyon« als Parteiprogramm. Sie bestätigte Gramsci zudem als Nachfolger des Generalsekretärs Amadeo Bordiga.

Bei der Gründung der IKP am 21. Januar 1921 war kein Programm beschlossen worden, da man die Trennung von den Sozialisten nicht geplant hatte. Antonio Gramsci hatte zunächst versucht, mit der kommunistischen Gruppe Ordine Nuovo (Neue Ordnung) und ihrer gleichnamigen Zeitschrift in der Italienischen Sozialistischen Partei (ISP) den Reformismus zu übe...

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