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19.01.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Öffentlich gekürzt

Infolge einer desaströsen Steuerpolitik drohen dem »Service public« in der Schweiz schmerzhafte Sparprogramme. Die Gewerkschaften wehren sich

Tarek Idri, Bern

Die Parlamentswahlen waren gerade vorbei, als die Schweizer Regierung Ende des Jahres konkrete Pläne bekanntgab, wie sie zukünftig jedes Jahr rund eine Milliarde Franken im Bundeshaushalt einsparen will. Ein Drittel der Summe soll demnach vom Bund selbst kommen, weshalb »namhafte Kürzungen im Personalbereich vorgesehen« seien. In den einzelnen Kantonen wird ebenfalls radikal der Rotstift angesetzt: In Genf werde der Bereich Lohnkosten der Staatsangestellten um fünf Prozent gekürzt, die Arbeitszeit auf 42 Wochenstunden verlängert und ein Einstellungsstopp erlassen; 10.000 Menschen, sehr viel für Schweizer Verhältnisse, gingen im Dezember dagegen auf die Straße. Der Kanton Luzern müsse ein »Sparpaket« von 330 Millionen Franken schultern. In Zürich regt sich unter den Schülern und Lehrer heftiger Widerstand gegen die beschlossenen Kürzungen im Bildungsbereich (jW berichtete). In zwei Drittel aller Kantone wird dieses Jahr die Sparschraube angedreht. Mehr als...

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