Schwarzer Kanal
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13.01.2016 / Inland / Seite 5

Unterschätzte Emission

Studie: Klimabilanz herkömmlicher Treibstoffe fällt schlechter aus als gedacht. Grund sind nicht berücksichtigte Emissionen bei der Ölförderung

Bernd Müller

Die EU ist offenbar für einen stärkeren Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich als bisher angenommen. Eine neue Studie des Instituts »Energy Research Architecture« (ERA) im Auftrag des Verbandes der Deutschen Biokraft­stoffindustrie (VDB) zeigt, dass bei der Förderung von Erdöl sieben mal mehr klimawirksame Gase in die Atmosphäre gelangen als bislang angenommen, wie Studienautor Björn Pieprzyk ausführte.

Es handelt sich dabei vor allem um Methan, aber auch um Propan und Butan. Die Kohlenwasserstoffverbindungen treten bei der Erdölförderung und -verarbeitung als »Begleitgas« am Bohrloch aus. Sie werden dort abgefackelt oder einfach in die Atmosphäre abgelassen. Die weltweit abgefackelten Mengen seien zwar zwischen 2005 und 2010 um etwa 15 Prozent gesunken, heißt es in der Studie. Aber seitdem verharrten sie auf einem Niveau von etwa 140 Milliarden Kubikmetern, was einer Emission von 260 Millionen Tonnen Kohlendioxid entspreche. Zurückzuführen sei das unt...

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