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12.01.2016 / Ausland / Seite 6

Parlament ohne Sicherheiten

Neue Volksvertretung in Ägypten nimmt Arbeit auf. Mehrheiten unklar

Sofian Philip Naceur, Kairo

Ägypten hat ein neues Parlament. Doch die Mehrheitsverhältnisse bleiben vorerst undurchsichtig. »Mehr Zirkus denn Volksvertretung«, hieß es nach der konstituierenden ersten Sitzung der Kammer am Sonntag gar in etlichen Kommentaren auf Facebook und Twitter. Da hatte das nur wenige Stunden alte Repräsentantenhaus seinen ersten Skandal bereits hinter sich.

Der für seine oft aggressiven Stellungnahmen bekannte Neuparlamentarier und Präsident des Kairoer Fußballclubs Zamalek, Mortada Mansur, hatte sich geweigert, den Amtseid wie vorgeschrieben zu leisten. Der Gegner der »Revolution« von 2011 betonte, er respektiere »Artikel der Verfassung«, diese aber nicht als Ganzes. Die Präambel des Gesetzeswerks beruft sich explizit auf die Ziele der »Revolution« von 2011 und die neuerlichen Umwälzungen von 2013, als der islamistische Expräsident Mohammed Mursi durch das Militär abgesetzt worden war. Erst nach Drängen einiger Abgeordneter fügte sich Mansur und verlas de...

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