12.01.2016 / Inland / Seite 4

Verdacht auf Nachahmungstat

Opferanwälte: Bundesanwaltschaft soll Fall Burak Bektas übernehmen. Weiterer Mord könnte vermeidbar gewesen sein. Parallelen zu NSU-Verbrechen

Claudia Wangerin

Seit Bekanntwerden des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU), den die Bundesanwaltschaft als Terrorgruppe mit nur drei Mitgliedern charakterisiert, hat sich immer wieder die Frage nach unbekannten Mittätern gestellt – aber auch die Frage nach Nachahmungstaten. Besonders in einem unaufgeklärten Berliner Mordfall kritisieren Anwälte der Familie des Opfers und antirassistische Initiativen immer wieder die Ermittler: Als im April 2012 der türkischstämmige Berliner Burak Bektas erschossen wurde, saß die angeblich einzige Überlebende des NSU, Beate Zschäpe, schon in Untersuchungshaft. In den Akten zum Mordfall Bektas wurde aber bald darauf der Name eines Mannes festgehalten, der Jahre später – im Herbst 2015 – nach einem weiteren Mord festgenommen wurde. Das Opfer war diesmal der 31jährige Luke Holland, beide Tatorte lagen im Berliner Bezirk Neukölln. Der 62jährige Waffennarr Rolf Z. soll in unmittelbarer Nähe des erschossenen Luke Holland gesehen worden...

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