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12.01.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Filipinos gefragter denn je

Südostasiatische Seefahrernation stellt mit Abstand größten Teil internationaler Schiffsbesatzungen. Eine Open-Air-Arbeitsagentur auf den Straßen von Manila vermittelt Jobs

Thomas Berger

Jeden Tag stehen auf dem Bürgersteig an der Kalaw Avenue im Herzen der philippinischen Hauptstadt Manila die Vertreter der Vermittlerbüros. Jeder hält ein Pappschild in der Hand, auf dem – meist in nur Insidern verständlichen Abkürzungen – die offenen Jobs vermerkt sind. Manchmal sind es lediglich zwei oder drei, bisweilen mehr als ein Dutzend Stellen. Der Zusatz »urgent«, also dringend, findet sich überaus häufig. Das Fleckchen ist eine Art Open-Air-Arbeitsagentur für philippinische Seeleute. Ein Blick auf das Schild, eine kurze Nachfrage bei dem, der es in der Hand hält, und schon entscheidet sich, ob Einzelheiten besprochen werden.

Auch Joseph steht hier. Vier Positionen hat er als Vermittler zu bieten: »Auf einem Containerschiff und einem Öltanker, die auf internationalen Routen fahren«, wie er erklärt. Ein Elektriker ist allerdings nicht dabei, weshalb der Mann, der gerade mit Joseph geredet hat, zu den nächsten Schildhaltern weiterzieht. Joseph h...

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