09.01.2016 / Ausland / Seite 8

»Die Zahl ist geringer als nach dem Jugoslawien-Krieg«

In Dänemark müssen Flüchtlinge als Begründung für Schließung der Grenzen und soziale Einschnitte herhalten. Gespräch mit Freja Wedenborg

Claudia Wrobel

Am Montag hat Dänemark an der Grenze zu Deutschland wieder Personenkontrollen eingeführt. Als Begründung gab der Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen an, dass zu viele Flüchtlinge im Land seien, weitere müssten an der Einreise gehindert werden. Haben sich wirklich so viele Menschen nach Dänemark aufgemacht?

Wenn man Medienberichten folgt, kann man den Eindruck gewinnen, dass Horden Geflüchteter das Land überrennen. Aber so viele sind es nicht. Natürlich suchen nun mehr Menschen als in den vergangenen Jahren auch in Dänemark Schutz, aber die Zahl ist noch immer geringer als beispielsweise nach dem Jugoslawien-Krieg.

Warum also wird das Thema derart instrumentalisiert, um solche Entscheidungen zu begründen?

Man muss einen Blick auf die politische Entwicklung in Dänemark, aber auch der gesamten EU werfen, um die Vorgänge zu verstehen. Natürlich ist es eine ernste Situation, und damit meine ich nicht die Flüchtlingsthematik, sondern vielmehr die Spaltung der A...

Artikel-Länge: 4086 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe