Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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08.01.2016 / Ausland / Seite 8

»Serbien ist ein Paradies für die Menschenrechtsindustrie«

Die Lage der Roma im ehemaligen Jugoslawien ist katastrophal. Die BRD finanziert zwielichtige Projekte. Gespräch mit Dejan Markovic

Roland Zschächner

Per Gesetz werden Roma in Serbien nicht diskriminiert. Wie nehmen Sie die Situation der Minderheit in dem Land wahr?

Wenn es nach dem Recht geht, ist in Serbien Diskriminierung verboten. Außerdem gibt es verschiedene Mechanismen, um dagegen juristisch vorzugehen. Doch wenn man sich den Alltag ansieht, werden Roma benachteiligt. Auf institutioneller Ebene betrifft dies mindestens vier Bereiche: Bildung, Gesundheitswesen, Versorgung mit Wohnraum und den Arbeitsmarkt.

In Serbien leben viele Roma in sogenannten Siedlungen, die meist vollkommen von der restlichen Gesellschaft abgeschnitten sind. Dort gibt es keinen Zugang zur öffentlichen Grundversorgung – weder Wasser noch Strom. Soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser sind meist weit entfernt. Das Problem wird dadurch verschärft, dass 90 Prozent der Roma arbeitslos sind und keine Möglichkeit haben, aus den Siedlungen wegzuziehen. Manche erhalten zwar Sozialleistungen, doch sind diese sehr gering und reichen n...

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