20.02.2002 / Thema / Seite 0

Auf der Hauptstadt klebt der Kuckuck

Berlin als Beute korrupter Politiker und unfähiger Manager

Till Meyer

Vor genau einem Jahr wurde öffentlich, was zunächst noch harmlos Bankenkrise hieß, sich aber schon bald als Bankenskandal entpuppte. Und nach allem, was inzwischen bekannt wurde, ist selbst die Bezeichnung Bankenskandal eine Verharmlosung: Die Beinahe-Pleite der Bankgesellschaft Berlin (BGB) ist ein veritables Gaunerstück aus Politik und Hochfinanz. Als »abartig« und »kollektiven Wahnsinn« bezeichnete der neue Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) die Schulden des Landes Berlin in Höhe von 45 Milliarden Euro.

Ein Großteil dieser Schulden geht auf das Konto der Bankgesellschaft Berlin. Seit deren Gründung im Jahre 1994 haben sich Politiker, Banker, Besserverdienende und diverse Promis bei der Stadt Berlin wie in einem Selbstbedienungsladen bedient und skrupellos abgezockt. Um jetzt das Notwendigste bezahlen zu können, muß Sarrazin für das Jahr 2002 6,3 Milliarden Euro an Kredit aufnehmen. Für den angehäuften Schuldenberg zahlt die Stadt, genauer der Steuerz...

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