28.12.2015 / Inland / Seite 4

»NaPro«, Finanzen und Castoren

Jahresrückblick: Heute: Atompolitik. In Deutschland wird die Kernenergie abgewickelt. Allerdings geht es langsam voran

Reimar Paul

Bis zum Atomausstieg dauert es noch. Erst 2022 sollen die letzten Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und die Brennelementeschmiede im niedersächsischen Lingen dürfen sogar unbefristet weiterlaufen.

Gleichwohl war das Jahr 2015 bereits durch die Abwicklung der Atomenergie und die Debatte über die Verwahrung der radioaktiven Abfälle gekennzeichnet. Heftigen Streit gab es dabei vor allem über das »Nationale Entsorgungsprogramm« (NaPro) der Bundesregierung, um die Zwischenlagerung von 26 Castorbehältern und schließlich um die Frage, wer den Atomausstieg finanziert.

Wer zahlt für den Ausstieg?

38 Milliarden Euro haben die AKW-Betreiber nach eigenen Angaben dafür zurückgestellt. Das Geld liegt allerdings auf keinem Konto und in keinem Safe. Es taucht nur in den Bilanzen auf und muss, wie der Energiekonzern RWE kürzlich einräumte, zu großen Teilen erst noch verdient werden, zum Beispiel d...

Artikel-Länge: 8316 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe