Gegründet 1947 Donnerstag, 19. September 2019, Nr. 218
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
19.02.2002 / Titel / Seite 0

Balkan-Kriege vom Westen angezettelt

Jugoslawiens Ex-Präsident setzte in Den Haag seine Anklage fort - die Westmedien blendeten aus

Werner Pirker

Der frühere jugoslawische Staatspräsident Slobodan Milosevic hat am Montag vor dem UN-Tribunal in Den Haag sein Eröffnungsplädoyer beendet. Die großen Nachrichtensender, allen voran CNN, hatten nicht die Nerven, die Ausführungen des zum souveränen Ankläger gewordenen Angeklagten bis zum Ende zu übertragen. Denn diese Rede bildete das genaue Gegenprogramm zu einer seit mehr als zehn Jahren laufenden Medienkampagne, in der eine Lüge die andere zur Voraussetzung hat. Nicht das erste Mal in der Geschichte seien in diesem Krieg Wahrheit und Gerechtigkeit auf der Strecke geblieben, sagte Milosevic, doch noch nie in der Geschichte wären die modernsten Waffen der medialen Manipulation so skrupellos eingesetzt worden wie in den jugoslawischen Nachfolgekriegen. Dies seien Waffen kriegsverbrecherischen Charakters gewesen. Unmittelbar danach beendete CNN seine Übertragung.

Als Ursache des Krieges nannte Slobodan Milosevic die »kolonialistische Politik der Westmäch...

Artikel-Länge: 5183 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €