19.02.2002 / Titel / Seite 0

Balkan-Kriege vom Westen angezettelt

Jugoslawiens Ex-Präsident setzte in Den Haag seine Anklage fort - die Westmedien blendeten aus

Werner Pirker

Der frühere jugoslawische Staatspräsident Slobodan Milosevic hat am Montag vor dem UN-Tribunal in Den Haag sein Eröffnungsplädoyer beendet. Die großen Nachrichtensender, allen voran CNN, hatten nicht die Nerven, die Ausführungen des zum souveränen Ankläger gewordenen Angeklagten bis zum Ende zu übertragen. Denn diese Rede bildete das genaue Gegenprogramm zu einer seit mehr als zehn Jahren laufenden Medienkampagne, in der eine Lüge die andere zur Voraussetzung hat. Nicht das erste Mal in der Geschichte seien in diesem Krieg Wahrheit und Gerechtigkeit auf der Strecke geblieben, sagte Milosevic, doch noch nie in der Geschichte wären die modernsten Waffen der medialen Manipulation so skrupellos eingesetzt worden wie in den jugoslawischen Nachfolgekriegen. Dies seien Waffen kriegsverbrecherischen Charakters gewesen. Unmittelbar danach beendete CNN seine Übertragung.

Als Ursache des Krieges nannte Slobodan Milosevic die »kolonialistische Politik der Westmäch...

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