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18.12.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zu komplex für Banker

Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank läuft und läuft. Fragt sich nur, wo ist der Nutzen?

Herbert Schui

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen bis zum Frühjahr 2017 verlängert. Die Begründung: Die Geldmenge müsse zügig wachsen, damit die Preise nicht sinken. Lässt sich das mit Geldpolitik erreichen? Tatsächlich steigen die Preise nicht, weil zu viel Geld im Umlauf wäre. Vielmehr steigt die Geldmenge, wenn die Unternehmen die Preise erhöhen. Grundlage für die Strategie der EZB ist die monetaristische Theorie der 1970er Jahre (wichtigster Vertreter war der US-Ökonom Milton Friedman). Danach wird behauptet, dass die Preise deswegen steigen, weil zu viel Geld hinter zu wenig Waren her sei. Das Warenangebot, so weiter, sei nicht begrenzt, weil Vollbeschäftigung herrscht, sondern weil bei gegebenen Arbeitskosten nicht mehr produziert werden könne. Soweit die Theorie. In der Praxis aber scheitert die EZB schon daran, dass es ihr nicht gelingt, die Geldmenge wie gewünscht zu steigern.

Allerdings finanziert die Z...

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