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18.12.2015 / Inland / Seite 4

An der Seite der Spitzengenossen

»Das Politbüro der DDR vor Gericht« – DDR-Staranwalt Friedrich Wolff stellte sein Buch vor

Matthias Krauß

Kann ein Buch beweisen, wie in der Bundesrepublik Deutschland der angebliche Unrechtsstaat DDR juristisch derart »bewältigt« wurde, dass nach 1990 nun wirklich Unrecht geschaffen, Recht gebrochen und Persönlichkeitsrechte mit Füßen getreten wurden? Wenn ja, dann wurde ein solches Buch am Dienstag abend im Betsaal des Jüdischen Waisenhauses von Berlin-Pankow vorgestellt. Übrigens mit falschem Titel, wie der Autor des Nachwortes, Peter-Alexis Albrecht, einräumte: »Denn zwischen 1990 und 2004 stand nicht das ›Politbüro der DDR‹ vor Gericht, sondern das Politbüro der SED.«

Herausgeber dieses mit über 1.100 Seiten gewaltigen Werkes ist der DDR-Staranwalt Friedrich Wolff, der anderthalb Jahrzehnte lang SED-Spitzenfunktionäre vor bundesdeutschen Gerichten verteidigte und der nach eigenen Worten »den ungekürzten Originalton von Angeklagten, Verteidigern und Richtern« vorgelegt hat. Den Leser erwarte Authentisches, versprach Wolff. »Ich kommentiere und bewerte das ...

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