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15.12.2015 / Inland / Seite 2

»Das militarisiert das öffentliche Leben«

Für Werbekampagne der Bundeswehr fließen die Millionen, bei Armen und Flüchtlingen wird geknausert. Ein Gespräch mit Gesine Lötzsch

Markus Bernhardt

Sie haben in Erfahrung gebracht, dass die aktuelle Bundeswehr-Kampagne, mit der unter dem Motto »Mach, was wirklich zählt« um Nachwuchs geworben wird, allein in diesem Jahr rund 12,5 Millionen Euro gekostet hat. Ist dieses Geld sinnvoll investiert?

Wenn ich durch die Stadt laufe, sehe ich überall diese Plakate. Die Bundeswehr ist plötzlich überall im Straßenbild präsent. Das militarisiert das öffentliche Leben. Verbunden mit dem vom Bundestag beschlossenen Kriegseinsatz in Syrien, bekommt die Kampagne eine bedrohliche Wirkung. Es geht nicht um nette Sandkastenspiele oder um das Kräftemessen unter pubertierenden Jungs. Es geht um Leben und Tod. Das macht vielen Menschen Angst. Besonders denen, die selbst noch Krieg erlebt haben. In dem Sinne ist es eine Angstkampagne.

Rechnen Sie damit, dass es der Bundeswehr mit solchen Kampagnen besser gelingt, junge Menschen für den Soldatenberuf zu ködern?

In erster Linie sehe ich diese Kampagne als Versuch der ...

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