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14.12.2015 / Ausland / Seite 8

»Wir leisten Widerstand, um zu leben«

Gewalt als Sackgasse: Palästinensische »Volkskomitees« setzen auf andere Aktionsformen. Gespräch mit Saeed Amireh

Willi Effenberger

In den vergangenen Monaten bestimmten militante Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Jugendlichen und israelischen Soldaten die Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Konflikt um Palästina. Ihre Herangehensweise ist eine andere. Sie organisieren den gewaltfreien Widerstand. Was sind Ihre Ak­tionsformen?

Der gewaltfreie Ansatz ist für die palästinensische Widerstandskultur nichts Neues, schon im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht im Jahr 1936 gab es gewaltfreie Aktionen. Wir sind ein Volk, dessen Land besetzt ist – wir haben das Recht, Widerstand zu leisten, und wir sind stolz auf jede Form des Widerstands. Wir haben allerdings gesehen, dass der gewaltfreie Widerstand am effektivsten gegen die Besatzung ist. Schließlich ist es doch so: Wenn wir Israel mit Steinen angreifen, schießen sie mit Maschinengewehren. Wenn wir uns Maschinengewehre besorgen, kommen sie mit Kampfjets. Es ist ein ungleicher Kampf. Sie sind die Besatzer, wir sind ...

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