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11.12.2015 / Thema / Seite 12

Nachbeten mit Folgen

Vorabdruck. Auswertung des »Thüringen-Monitors 2015«: Seit auch die Linkspartei die DDR als »Unrechtsstaat« versteht, passen sich die Thüringer der herrschenden Meinung an

Ekkehard Lieberam

Das vor 15 Jahren begonnene Forschungsprojekt »Politische Kultur im Freistaat Thüringen«, kurz »Thüringen-Monitor«, hat zum Ziel, jährlich auf der Grundlage von Befragungen eine Studie zu den politischen Einstellungen der Einwohner des Bundeslandes vorzulegen. Von Jahr zu Jahr ändert sich der Forschungsschwerpunkt. 2015 lautet er: »Thüringen im 25. Jahr der deutschen Einheit«. Seine Ergebnisse wurden am 24. November in Erfurt vorgestellt.

Die Studie wurde mit Spannung erwartet, weil der Ministerpräsident Bodo Ramelow und damit die Landesregierung und die -partei Die Linke eine Kampagne zur DDR als Unrechtsstaat geführt hatten. Es stellte sich die Frage, ob die Menschen in Thüringen tatsächlich die DDR so als »Willkürstaat« in Erinnerung haben, wie es die Präambel des Koalitionsvertrags von Linkspartei, SPD und Grünen unterstellt: »jedes Recht und jede Gerechtigkeit (konnte) ein Ende haben, wenn einer der kleinen und großen Mächtigen es so wollte«. Zum ...

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