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10.12.2015 / Inland / Seite 8

»Damals konnten Fluchthelfer ihr Gehalt einklagen«

»Gewerkschaft der Schleusenden« will auf Wahrnehmung ihrer Tätigkeit in Festung Europa aufmerksam machen. Gespräch mit Alex Gläser

Gitta Düperthal

Die »Gewerkschaft der Schleusenden« will sich am heutigen Donnerstag im Foyer des Deutschen Historischen Museums mit einer neuen Stellwand zum Thema Fluchthilfe in Vergangenheit und Gegenwart sowie mit Sekt und Häppchen an die Presse wenden. Mit welchem Ziel?

Wir wollen für den Umgang mit der sogenannten Flüchtlingskrise sensibilisieren, die wir nicht als solche begreifen, sondern als Krise der Solidarität und Humanität. Für Menschen, die zu uns kommen, ist es nahezu unausweichlich, Fluchthilfe in Anspruch zu nehmen, um ihr Asylrecht wahrzunehmen. Das Museum wirft mit Sonderführungen den Blick am Tag der Internationalen Menschenrechte auf die Situation von Flüchtlingen. Wir wollen die Fluchthilfe in Zeiten zunehmender Abschottung Europas und unpassierbarer Grenzen thematisieren.

Weshalb wollen Sie die Ausstellung um neue Inhalte bereichern?

Über Fluchthelfer wird kaum gesprochen – und wenn, hauptsächlich um sie zu kriminalisieren, genau wie die Flu...

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