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09.12.2015 / Feuilleton / Seite 10

Jubel der Woche: Tembridis, Weißbach, Wachowiak

Jegor Jublimov

Der in Radebeul geborene und am Berliner Alexanderplatz aufgewachsene Jannulis Tembridis ist Deutscher, jedoch klar durch seine griechischen Wurzeln geprägt. Seine Eltern kamen in den fünfziger Jahren als Kommunisten aus Saloniki in die DDR und fanden eine neue Heimat. Tembridis, der gestern 60 wurde, war immer etwas anders, freier denkend, seiner Skepsis Raum gebend, und wäre mit der DDR vielleicht in Kollision geraten, wenn er nicht Künstler geworden wäre. Das bedeutete bis zu einem gewissen Grad Narrenfreiheit. Nach einer Steinmetzlehre schaffte er es an die Kunsthochschule Weißensee, wurde von Walter Womacka gefördert und lernte bei Könnern das bildhauerische Handwerk. Was sie ihn nicht lehren konnten, war die Tradition, in der er sich sah: Bis heute greift er als Bildhauer wie als Maler auf Motive der griechischen Klassik in den Themen Krieg und Frieden, abe...

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