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08.12.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

OPEC hält still

Keine Drosselung der Erdölförderung: Organisation verzichtet auf Versuch, dem ruinösen Preiskampf auf dem Weltmarkt entgegenzuwirken

Knut Mellenthin

Der Weltmarktpreis für Erdöl bleibt voraussichtlich in den nächsten Monaten auf seinem ungewöhnlich niedrigen Stand von zwischen etwa 40 und 46 US-Dollar (37 bis 42,50 Euro) pro Barrel. Die Organisation der erdöl­exportierenden Länder (OPEC) – auf deren Mitglieder rund ein Drittel der Weltproduktion entfällt – verzichtet weiter auf den Versuch, das für sie zerstörerische Preisniveau durch eine Einschränkung der Fördermenge zu korrigieren. Das ist das magere Ergebnis des Treffens, das am Freitag in Wien, dem Sitz der OPEC, stattfand.

Zahlreiche Medien meldeten sogar, dass in der österreichischen Hauptstadt eine Anhebung der Fördermenge beschlossen worden sei. Das ist jedoch formal nicht richtig. In der gemeinsamen Abschlusserklärung heißt es, dass die Staatengruppe »den derzeitigen Produktionsumfang beibehalten« wolle. Eine Zahl wird nicht angegeben. Das sogenannte Ceiling, die angestrebte Obergrenze für die Gesamtförderung der OPEC, liegt bei 30 Millionen ...

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