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13.02.2002 / Ansichten

Countdown für Varvarin-Opfer: Verjähren die Ansprüche?

Rechtsanwalt Ulrich Dost vertritt die Bombenopfer der jugoslawischen Kleinstadt Varvarin bei ihrer Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland. jW sprach mit ihm

Harald Mühle

F: Sie haben die Bundesrepublik Deutschland am Heiligen Abend 2001 im Namen von Opfern und Angehörigen von Opfern der Luftangriffe auf Schadenersatz verklagt. Worum geht es bei dieser Klage?

Auf NATO-Befehl haben am 30. Mai 1999 gegen Mittag zwei Flugzeuge die Brücke der jugoslawischen Kleinstadt Varvarin mit Raketen beschossen. Es war Sonntag, Markttag und zugleich Fest der Heiligen Dreifaltigkeit. In den zwei Angriffswellen starben zehn Menschen, über dreißig wurden verletzt. Wir beweisen in unserer Klageschrift, daß Stadt und Brücke ausschließlich zivil genutzt wurden. Und wir weisen nach, daß der Angriff nicht nur völkerrechtswidrig war, sondern auch gegen deutsches Recht verstoßen hat. Ungeachtet dessen hat die deutsche Bundesregierung der Bombardierung ausdrücklich zugestimmt. Darum hat sie auch für den Schaden einzustehen.

F: Damit die Klage an die Bundesrepublik zugestellt werden kann, verlangt das Landgericht Berlin nun einen Gerichtskosten...



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