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03.12.2015 / Ausland / Seite 6

Mumia Abu-Jamal darf aussagen

US-Häftling soll wegen ärztlicher Unterversorgung als Zeuge gehört werden

Jürgen Heiser

Nach Jahren völliger Abgeschiedenheit wird der zu lebenslanger Haft verurteilte US-Journalist Mumia Abu-Jamal am 18. Dezember zum ersten Mal wieder in einer Gerichtsverhandlung öffentlich sprechen können. Wie jW am Dienstag abend von Abu-Jamals Anwalt Robert Boyle aus New York erfuhr, hat die juristische Auseinandersetzung um die medizinische Versorgung seines Mandanten überraschend eine positive Wendung genommen. Wenn Abu-Jamals Klage gegen Anstaltsleiter John Kerestes vom US-Staatsgefängnis Mahanoy in Pennsylvania nun vor Gericht verhandelt wird, sollen nicht mehr nur die Argumente seiner Anwälte gehört werden, wie es ursprünglich geplant war. Vielmehr ordnete Richter Robert D. Mariani vom Bundesbezirksgericht in Scranton im Bundesstaat Pennsylvania eine umfassende Beweiserhebung an. Das bedeutet, dass medizinische Sachverständige gehört und Zeugen vernommen werden, die verantwortlich sind für die medizinische Behandlung des politischen Gefangenen. Vor ...

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