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28.11.2015 / Geschichte / Seite 15

Tragische Effizienz

Operation Condor: Vor 40 Jahren schlossen sich die Geheimdienste der Militärdiktaturen Südamerikas zur Verfolgung ihrer Gegner zusammen

Lena Kreymann

In den 70er und 80er Jahren standen Folter, »Verschwindenlassen« und Mord in zahlreichen lateinamerikanischen Staaten auf der Tagesordnung. Den Militärdiktaturen gelang es damit, vormals starke soziale Bewegungen und fortschrittliche Organisationen auf Jahrzehnte zu schwächen. Erst so wurde die Durchsetzung einer neoliberalen Politik fast auf dem gesamten Kontinent möglich. Eines der wichtigsten Instrumente bei der Jagd auf politische Gegner war die Kooperation der verschiedenen Geheimdienste und Armeen – in der sogenannten Operation Condor.

Das dahinterstehende Netzwerk war aus dem »Ersten interamerikanischen Treffen der nationalen Aufklärungsdienste« in der Metropole Santiago de Chile hervorgegangen. Einberufen hatte es Manuel Contreras, Chef der chilenischen Geheimpolizei DINA, die auch später die Führungsrolle in dem Bündnis behalten sollte. Am 25. November 1975 trafen sich führende Militärs und Geheimdienstvertreter aus sechs lateinamerikanischen ...

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