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11.02.2002 / Ausland / Seite 0

Pjöngjangs böse Buben

Auf der koreanischen Halbinsel wächst Kritik an der US-definierten »Achse des Bösen«

Rainer Werning

Selten gab es in Südkorea eine solche Interessenidentität zwischen Parlamentariern und außerparlamentarischer Opposition, wie das im Vorfeld des Staatsbesuchs von George W. Bush in Seoul (20. Februar) der Fall ist. Sie eint Kritik gegen den US-amerikanischen Präsidenten, der in seiner Rede zur Lage der Nation am 29. Januar explizit Nordkorea – neben dem Irak und Iran – als Teil der »Achse des Bösen« brandmarkte. Die, so Bush, gelte es zu brechen.

Solch abenteuerlicher Unfug scheint selbst in die Etagen des US-State Department eingekehrt zu sein. Wenigstens dort sollten die Chefdiplomaten wissen, daß eine Achse ein Bündnis voraussetzt. Zwar unterhält das erneut ins Fadenkreuz geratene Nordkorea Beziehungen zu Iran. Doch die begründen längst keine Teheran-Pjöngjang-Allianz. Und zwischen Teheran und Bagdad besteht – nach zweimalig erbittertem Krieg – partout kein kollegiales Verhältnis. Von einer Achse ganz zu schweigen.

Bushs abstruses Statement hat ...



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