28.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Pegida-Aufmärsche schaden Dresden«

Sachsens Landeshauptstadt ­konstatiert Imageschaden durch rassistische Aufmärsche. Kultureinrichtungen halten Flagge für Weltoffenheit hoch, doch ausländische Künstler trauen sich montags abends nicht auf die Straßen. Ein Gespräch mit Annekatrin Klepsch

Sigurd Schulze

Sie sind seit dem 1. November im Amt. Nach welchen Gesichtspunkten wollen Sie die Kulturpolitik der Stadt Dresden gestalten?

Wir wollen der Tatsache gerecht werden, dass die Stadt wächst. Dresden ist die geburtenstärkste deutsche Großstadt. Angesichts der Ereignisse der letzten Monate, der massenhaften Zuwanderung von Asylbewerbern, müssen wir neue Fragen beantworten: Wie öffnet sich die Stadt gegenüber Menschen anderer Kulturen und anderer Religionen?

Die Kultur hat da eine Vorreiterrolle. Einerseits wollen wir den Migranten Angebote machen. Zum Beispiel können die städtischen Bibliotheken mit ihren Mitteln helfen, die deutsche Sprache zu lernen. Andererseits müssen wir die Bevölkerung, die Ängste hat, mitnehmen und sensibilisieren. Eine politische Frage: Wollen wir die Separierung der Asylsuchenden oder die Stärkung der Gemeinsamkeiten? Ich bin sehr dankbar, dass sich viele Kultureinrichtungen den Zuwanderern zuwenden. Sie probieren verschiedene Fo...

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